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Von der Feder über den Füller zum Smartphone – Schulmuseum Friedrichshafen


Das Schulmuseum Friedrichshafen ist eines von vielen interessanten Museen der Zeppelin- und Messestadt am Bodensee. Mit seiner Dauerausstellung und den wechselnden Sonderausstellungen gewährt es stets einen spannenden Einblick in das Schulleben, das Lernen sowie den Kinder- und Jugendalltag von heute und damals und spricht damit „ältere Semester“ und jetzige Schulkinder an. In der neuen Sonderschau stellt das Schulmuseum Friedrichshafen ein für uns scheinbar alltägliches und dennoch faszinierendes Thema in den Mittelpunkt – das Schreiben – und spannt dabei wie gewohnt zeitlich gesehen einen weiten Bogen, so dass viele interessante Aspekte angesprochen werden.

„Schreiben“ ist ein weit gefächertes Thema, dass quasi automatisch gedanklich zu verschiedenen Erinnerungen, Kenntnissen und Eindrücken führt. Beispielsweise zu alten Zeiten, noch bevor Gutenberg den Buchdruck revolutionierte, als beim Schreiben Feder und Tintenfass zum Einsatz kamen, um wichtige Dokumente und zeitaufwendige Abschriften zu erstellen. Hier sei zum Beispiel an die Richental Chronik, teils ausgestellt im Konstanzer Rosgartenmuseum, erinnert. Mit Angaben und Anekdoten zum Konstanzer Konzil und kunstvollen Zeichnungen geschmückt, ist das Werk ein besonderes Zeugnis. Doch nicht jeder besaß zu früheren Zeiten die Fähigkeit und Materialien (bzw. Mittel hierfür), um zu schreiben.

Ebenso erinnert sich der eine gern, der andere weniger gern an seine ersten Schreibversuche in der Schule, als die Zeilen mit den Buchstaben des Alphabets und „leichten“ Wörtern gefüllt wurden, stets darauf bedacht, weder zu groß noch zu klein zu schreiben. Und wie ist es heute mit dem Schreiben, dem althergebrachten Schreiben mit Papier und Schreibgerät, in der Zeit von Tablets, Smartphones, PDAs usw.? Werden Termine, Nachrichten und wichtige Notizen ausschließlich elektronisch erfasst oder gibt es auch noch den einen oder anderen handschriftlichen Vermerk, zum Beispiel auf einem Zettel am Kühlschrank oder der Eintrag im Tischkalender? Wie ist es mit handgeschrieben Liebesbriefen und Urlaubskarten, gehören diese der Vergangenheit an? Was ist mit dem guten alten Tagebuch, den Poesiealben und Freundschaftsbüchern aus Papier, die eben mit Geschriebenen gefüllt werden müssen? Ob sich Lehrer heutzutage noch mit kleinen Zetteln „plagen“, die zwischen den Schulbänken hin und her gereicht werden, oder stattdessen vielmehr mit kurzen Mitteilungen via Messenger? Doch immerhin wird an einigen Grundschulen der so genannte „Füllerführerschein“ abgelegt!

Das Thema „Schreiben“ führt zu facettenreichen Gedankengängen und gewiss auch zu persönlichen Anekdoten. Wer mehr über die interessante Geschichte bzw. Entwicklung des Schreibens (Erlernen, Schreibgeräte, Anlässe usw.) sowie dessen Bedeutung erfahren möchte, stattet dem Schulmuseum in Friedrichshafen am Bodensee einen Besuch ab. In der neuen Wechselschau ab dem 10. April 2019 „#schreiben – Tinte oder Tablet?“ wird informiert, hinterfragt und zum Ausprobieren angeregt. Das „Objekt des Monats“ ist passenderweise ein Schreibset aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Und bis Jahresende gibt es verschiedene thematische Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, bei denen Schönschrift, szenisches Schreiben, Papierschöpfen, Schreiben wie in der Vergangenheit etc. vorgestellt und vermittelt werden.

Nach dem Besuch im Schulmuseum von Friedrichshafen, das übrigens in diesem Jahr sein 30. Jubiläum in der Villa Riß begeht, sind Begriffe wie „Federkiel“, „Tintenfass“ und „Sütterlin“ nicht fremd und warum früher Quarzsand zum Schreibset gehörte und wer den Füllfederhalter vor mehr als 130 Jahren patentierte, erfahren Interessierte ebenfalls.

Bildquelle: schulmuseum.friedrichshafen.de

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