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Charakterköpfe – Porträt damals und heute


Smartphones und Tablets gehören inzwischen zum Alltag dazu, auch im Segment des Lernens und Spielens, wie das Schulmuseum in Friedrichshafen am Bodensee zum Beispiel gerade in seiner Sonderausstellung bezeugt.

Apropos Smartphones – die Geräte der neuen Generation halten durchaus mit manch guter Kamera mit (zumindest angesichts des Privatgebrauchs und des Preis-Leistungs-Verhältnisses) und vom Schnappschuss bis zum „Hochladen“ und „im Internet teilen“ dauert es nur wenige Augenblicke. Dabei gab es eine Zeit, in der es vom Betrachten oder Erfinden des Motivs bis hin zum fertigen Abbild und seiner Präsentation, gut einige Wochen oder Monate, ja sogar Jahre dauern konnte. In einigen Fällen ist hier dem Geldmangel die Schuld zugesprochen, aber es existieren ebenso Meisterwerke, die auf Grund ihrer Größe oder Detailverliebtheit, eine lange Entstehungsgeschichte aufweisen.
Dass minutenlanges, teils stundenlanges Stillsitzen oder Stillstehen (auch in anstrengenden Posen) einst erforderlich waren, um ein Abbild einer Person zu erschaffen, ist heute kaum mehr vorstellbar in Zeiten digitaler Fotografie. Das Rosgartenmuseum in Konstanz am Bodensee widmet sich in seiner neuen Sonderausstellung „Charakterköpfe. Bodenseegeschichte in Portraits, Miniaturen und frühen Fotografien“ der historischen Porträtkunst.
Präsentiert werden bis zum 30. Dezember 2018 Gemälde, Zeichnungen, Scherenschnitte, alte Fotos usw. mit bekannten und unbekannten Köpfen unterschiedlicher Stände, Titel und Anstellungen aus vier Jahrhunderten. Die Sonderschau gibt spannende Einblicke in die Entwicklung der Porträtkunst und ihre Bedeutung (Selbstdarstellung, Familienchronik, Erinnerungsstücke etc.) und ferner einige Verweise auf die Historie der Bodenseeregion und Zeitzeugen. Das museale Angebot wird durch Stadtführungen, Kurzführungen und Themenrundgänge – unter anderem zu Familienporträts und Frauenbilder in der Geschichte – auf interessante Weise ergänzt.
Ein ähnliches Thema arbeitet derzeit auch das Kreuzlinger Museum Rosenegg auf. Unter dem Titel „Künstlerische Selbstbilder“ können hier bis zum 16. September 2018 ausgewählte Selbstbildnisse von Schweizer Künstlern aus der Sammlung von Jürg Ganz bestaunt werden. Die Zeitspanne der präsentierten Künstler und Exponate reicht dabei vom 19. Jahrhundert bis ins Heute.
Nach einem Besuch dieser spannenden Porträt-Ausstellungen am Bodensee schließt sich sicherlich idealerweise ein schönes Erinnerungsfoto an. Womöglich ein „Selfie“ vor der traumhaften Kulisse von Bodensee und Alpen?!
Bildquelle: www.rosgartenmuseum.de

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