Bodenseewein

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Ein guter Wein ist meist das Ergebnis eines ausgeklügelten Zusammenspiels von Mensch und Natur. Gerade am Bodensee haben die Winzer gelernt, sich die klimatischen Vorteile der Region zu Nutze zu machen. Doch ist es hier wohl unzweifelhaft erst der See, der eine solche Vielfalt an Wein und anderen Agrarprodukten überhaupt ermöglicht. Kurz umrissen gleicht der See die Temperaturschwankungen aus und hilft mit der Reflexion des Sonnenlichtes von seiner Oberfläche für ein besonders gutes Wachstum.

Mikroklima & Boden
Durch seine spezielle Lage kann man am Bodensee ein ganz eigenes, besonderes Kleinklima beobachten, dass häufig völlig andere Temperaturen und Wetterverhältnisse begünstigt wie nur ein paar hundert Kilometer weiter. Zwar beginnt am See die Vegetationsperiode im Frühjahr zum Vergleich rund ein bis zwei Wochen später als zum Beispiel in der Oberrheinebene, doch der meist wolkenfreien Himmel im Sommer und der berühmt-berüchtigte Föhneffekt holen diese kleinen Nachteil auf und übertreffen gelegentlich auch deutlich die Werte in andere Regionen. Mit ca. 9° Celsius haben wir am Bodensee zudem eine um fast 3 Grad kühlere Jahresdurchschnittsstemperatur wie in Ihringen am Kaiserstuhl, dem wärmsten Ort Deutschlands.

Die Sonne macht’s
Besonders erwähnenswert ist auch die Reflexionswirkung der Sonneneinstrahlung durch die Seeoberfläche, die noch bis zu 300 Meter weit vom Ufer entfernt deutlich zu spüren ist. Prädestiniert für diesen Effekt sind vor allem die Steilhänge am See Nordufer zwischen Überlingen und Immenstaad. Kurzfristig kann durch die Reflexion der bis 140fache Wert an Sonneneinstrahlung entstehen. Deutlich wird die, wenn man zum Beispiel auf der Schlossterrasse in Meersburg steht und in das gleißende Licht in Richtung See blickt. Die Niederschlagsmengen am Bodensee kommen ebenfalls gut dosiert vom Himmel und bringen gerade die richtige Wassermenge, so dass die Reben nicht in „Stress“ geraten wie es die Winzer bezeichnen.